Deutsch / A2

Die Wichtelmänner: Der Schuster

Short story

Ein Schuster machte Schuhe. Er arbeitete viel und war ehrlich. Trotzdem war er sehr arm. Am Ende hatte er nur noch Leder für ein Paar Schuhe.

Am Abend schnitt er das Leder in Stücke. Am nächsten Morgen wollte er daraus Schuhe machen. Dann ging er ins Bett und schlief gut.

Als er morgens an seinen Tisch kam, waren die Schuhe schon fertig! Der Schuster war sehr überrascht. Er sah sie genau an. Sie waren sehr gut gemacht.

Ein Kunde kaufte die Schuhe. Sie gefielen ihm so gut, dass er mehr Geld als sonst bezahlte. Jetzt konnte der Schuster Leder für zwei Paar Schuhe kaufen.

Am Abend schnitt er wieder das Leder. Am Morgen waren auch diese Schuhe fertig. Er verkaufte sie und kaufte Leder für vier Paar. So ging es weiter. Bald war der Schuster nicht mehr arm.

Kurz vor Weihnachten wollte er wissen: Wer half ihm? Seine Frau wollte es auch wissen. Sie ließen ein Licht an und versteckten sich hinter einem Vorhang.

Um Mitternacht kamen zwei sehr kleine Männer. Sie hatten keine Kleidung an. Sie setzten sich an den Tisch und machten schnell die Schuhe fertig. Dann gingen sie weg.

Am nächsten Tag sagte die Frau: „Wir müssen uns bedanken. Ich mache Kleidung für sie. Mach du ihnen kleine Schuhe.“

Als alles fertig war, legten sie die Geschenke auf den Tisch. Diesmal lag dort kein Leder. Dann versteckten sie sich wieder.

Die kleinen Männer kamen. Als sie die Kleidung sahen, freuten sie sich sehr. Sie zogen alles an, tanzten und sprangen durch das Zimmer. Dann tanzten sie aus dem Haus.

Sie kamen nie wieder. Aber dem Schuster und seiner Frau ging es gut, solange sie lebten.


English summary · includes the ending

An honest shoemaker works hard but becomes so poor that he has leather for only one pair of shoes. He cuts the pieces in the evening, planning to sew them the next morning. When he wakes, a perfect pair is already finished.

A customer pays well, allowing him to buy leather for two pairs. The mysterious work happens again. Soon he has enough for four pairs, and the nightly help gradually makes him comfortable.

Near Christmas, he and his wife stay awake to discover their helpers. Two tiny naked elves arrive at midnight and quickly finish the shoes. The couple decide to thank them with clothes and small shoes.

One night, they leave these gifts on the table instead of leather. The elves are delighted, put everything on and dance out of the house. They never return, but the shoemaker and his wife continue to live well.

Adapted for Lejrbål from the credited source.
Read the source