Deutsch / B1
Der Fuchs und das Pferd
Ein Bauer besaß ein treues Pferd, das viele Jahre für ihn gearbeitet hatte. Doch inzwischen war es alt und konnte den Boden auf dem Feld nicht mehr richtig bearbeiten. Deshalb wollte der Bauer ihm kein Futter mehr geben.
„Ich kann dich nicht mehr brauchen“, sagte er. „Wenn du mir einen Löwen bringst, darfst du bleiben. Aber jetzt verschwinde aus meinem Stall!“
Traurig ging das Pferd zum Wald, wo es Schutz vor dem Wetter suchte. Unterwegs begegnete ihm ein Fuchs und fragte, warum es so traurig und allein war.
Das Pferd erzählte von seinem Herrn. „Er hat vergessen, wie lange ich für ihn gearbeitet habe. Jetzt soll ich ihm auch noch einen Löwen bringen!“
„Ich werde dir helfen“, versprach der Fuchs. „Leg dich auf den Boden und bleib ganz still liegen, als wärst du tot.“
Dann ging er zu einem Löwen, dessen Höhle nicht weit entfernt war. Er erzählte ihm von einem toten Pferd und nahm ihn dorthin mit.
„Hier draußen kannst du nicht bequem fressen“, sagte der Fuchs. „Ich binde den Schwanz des Pferdes an dich. Dann kannst du es in deine Höhle ziehen und dort in Ruhe fressen.“
Der Löwe war einverstanden und hielt still. Der Fuchs benutzte jedoch den Schwanz des Pferdes, um die Beine des Löwen fest zusammenzubinden. Als er fertig war, gab er dem Pferd ein Zeichen.
Das Pferd sprang auf und zog den Löwen mit sich. Obwohl der Löwe laut brüllte, schleppte es ihn über das Feld bis vor die Tür des Bauern.
Als der Bauer das sah, änderte er seine Meinung. Das Pferd durfte bleiben und bekam bis zu seinem Tod immer genug Futter.
English summary · includes the ending
A farmer sends away his old horse because it can no longer work properly in the fields. He says the horse may stay only if it brings him a lion. The sad horse meets a fox near the forest and explains what has happened.
The fox offers to help. He tells the horse to lie still and look dead. Then he brings a lion over, promising it a good meal. He offers to tie the horse’s tail to the lion so the lion can pull the horse into its cave and eat there.
The lion agrees and stands still. Instead, the fox uses the horse’s tail to tie the lion’s legs together. At the fox’s signal, the horse jumps up and drags the roaring lion to the farmer’s door.
The farmer changes his mind. He lets the horse stay and gives it plenty of food for the rest of its life.
Adapted for Lejrbål from the credited source.
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