Deutsch / A2

Doktor Allwissend

Short story

Ein armer Bauer hieß Krebs. Eines Tages verkaufte er einem Arzt Holz. Der Arzt aß gerade ein gutes Essen. Der Bauer wollte auch so leben.

»Wie kann ich Arzt werden?«, fragte er.

»Kauf ein Lesebuch mit einem Hahn darin. Verkauf deinen Wagen und deine zwei Ochsen. Kauf davon passende Kleidung und die anderen Sachen für einen Arzt. Schreib über deine Tür: Doktor Allwissend.«

Krebs tat alles. Bald kam ein reicher Herr. Jemand hatte sein Geld gestohlen. Doktor Allwissend sollte es finden. Krebs nahm seine Frau Grete mit.

Im Haus des Herrn bekamen beide ein Essen. Ein Diener brachte den ersten Teller.

»Grete, das ist der Erste«, sagte Krebs. Er meinte den ersten Diener mit Essen. Aber der Diener hatte das Geld gestohlen. Er dachte: Der Doktor kennt mich!

Draußen warnte er die anderen Diener. Auch sie waren Diebe. Als der zweite und der dritte Diener kamen, sagte Krebs: »Das ist der Zweite. Das ist der Dritte.« Beide bekamen große Angst.

Der vierte Diener brachte eine Schüssel mit Deckel. Darin waren Krebse, kleine Tiere mit einem harten Körper.

»Was ist darin?«, fragte der Herr.

Krebs wusste es nicht. Er dachte an sich selbst und sagte: »Ach, armer Krebs!«

»Richtig!«, rief der Herr.

Die vier Diener baten Krebs nach draußen. Sie zeigten ihm das Geld. Er sollte ihre Namen nicht sagen. Dafür wollten sie ihn bezahlen.

Krebs ging zurück. »Jetzt suche ich das Geld in meinem Buch«, sagte er. Ein fünfter Diener versteckte sich im Ofen, um zuzuhören.

Krebs suchte das Bild vom Hahn. »Du bist doch hier. Komm heraus!«, sagte er.

Der fünfte Diener sprang aus dem Ofen. »Er weiß wirklich alles!«

Krebs zeigte dem Herrn das Geld. Die Namen der Diebe behielt er für sich. Er bekam Geld vom Herrn und von den Dieben und wurde berühmt.


English summary · includes the ending

A poor farmer named Krebs envies a doctor’s comfortable life. Following the doctor’s advice, he buys a reading book, changes his clothes and puts up a sign calling himself Doctor Knowall.

Soon a rich man asks him to recover stolen money. The farmer brings his wife to the man’s house, where they are given a meal.

As the servants bring the dishes, he counts them aloud. The servants are the thieves, and they think he is identifying them. Next, the host asks him to guess what is inside a covered dish. The farmer sadly says his own name, Krebs, which also means crayfish—the food inside.

Convinced that he knows everything, the thieves confess and show him the money. A fifth servant, hiding nearby, also misunderstands his words and gives himself away. The farmer returns the money without naming the thieves. Both sides reward him, and his reputation grows.

Adapted for Lejrbår from the credited source.
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